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Malteser Kiel

Hohe Auszeichnung für Malteser und weitere Einsatzkräfte

Flüchtlingshilfe-Medaille des Malteser Ordens verliehen

09.06.2017
Sie wurden für ihr besonderes Engagement in der Flüchtlingshilfe geehrt: Malteser und weitere Einsatzkräfte nach der Verleihung der „Refugee Aid Medal“ in der Erstaufnahmeeinrichtung der Malteser in Hamburg-Rahlstedt. Foto: Sabine Wigbers
Sie wurden für ihr besonderes Engagement in der Flüchtlingshilfe geehrt: Malteser und weitere Einsatzkräfte nach der Verleihung der „Refugee Aid Medal“ in der Erstaufnahmeeinrichtung der Malteser in Hamburg-Rahlstedt. Foto: Sabine Wigbers

Für ihr besonderes Engagement in der Flüchtlingshilfe wurden am gestrigen Donnerstag, 8. Juni in Hamburg über 100 ehrenamtliche Malteser und weitere Einsatzkräfte ausgezeichnet.
Die Ehren- und hauptamtlichen Helfer aus dem gesamten Gebiet der Erzdiözese Hamburg in drei Bundesländern erhielten die „Refugee Aid Medal“, eine besondere Auszeichnung des Malteser Ordens für außergewöhnliches Engagement in der Flüchtlingshilfe. Malteser Diözesanleiter Andreas Damm überreichte Einsatzkräften aus Ahrensburg, Barmstedt, Flensburg, Kiel, Neumünster, Mecklenburg sowie Hamburg, medizinischen Fachkräften, Integrationslotsen und Mitarbeitern der Flüchtlingshilfe Hamburg die Medaillen. Aus Kiel ehrte Damm Dennis Carstensen, Pascal Gilbert, Malte Glüsing, Björn-Thore Hansen, Paul Hirnstein, Riccarda Rebeski, Gina Strauß und Henriette Thun.

Er betonte im Rahmen der Feierlichkeiten in der Malteser Erstaufnahmeeinrichtung in Hamburg-Rahlstedt: „Wir Malteser kennen Flüchtlingshilfe schon seit den 1990er Jahren, wir unterhalten deutschlandweit eine große Anzahl von Einrichtungen, die meist mit großem zeitlichen Vorlauf und offizieller Auftragsvergabe an uns vergeben wurden. Aber ab September 2015 waren wir anders gefordert.“ Damm lobte das Engagement der 110 Helfer als beispiellos. Teilweise über Nacht hätten ehren- und hauptamtliche Kräfte im Verbund mit anderen Hilfsorganisationen, mit Feuerwehr, Polizei und Bundeswehr eine Infrastruktur und Betreuung aufgebaut, so dass die Menschen, die nach teilweise mehrmonatiger Flucht und Leben auf der Straße endlich zur Ruhe kommen konnten. Damm dankte Ärztinnen, Ärzten, Krankenschwestern und -pflegern, die in den ersten Wochen eine medizinische Grundversorgung sichergestellt hätten und hob insbesondere auch den Einsatz der Malteser Jugend hervor.
„Noch etwas war neu für uns: In den ersten Stunden und Tagen bekamen wir zahlreiche Anfragen von Nachbarn, Kirchengemeinden, teilweise auch von neugierigen Menschen, die uns ihre Hilfe angeboten haben. Neudeutsch nennt man diese Personen „Spontanhelfer“. Hier möchte ich auch diesen Menschen herzlich danken.“
Vom Feldbetten-Transport bis zur Seelsorge, von der Essensbeschaffung zur Kinderbetreuung, es sei immer ein unverzichtbarer Dienst gewesen, den die Engagierten geleistet hätten. In diesem Zusammenhang erwähnte Damm auch explizit den Angehörigen der Helfer, die durch die oftmals spontanen und langanhaltenden Einsätze auf Familienmitglieder und Freunde verzichten mussten.
Die Verleihung der Flüchtlingshilfe-Medaille fand in der Erstaufnahmeeinrichtung der Malteser in Hamburg-Rahlstedt statt, wo inzwischen 354 Menschen aus über 20 Ländern leben.

 

 

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